Zweitausendsiebzehn

Ich bin im Lück‘s, das in 2017 zu meinem zweiten Zuhause wurde. Es ist Weihnachten und ich darf beim Lück‘schen Weihnachtsbuffet den Kuscheltisch ganz für mich haben um zu schreiben. Das darf ich, weil die Lücks mich mögen und sich freuen, dass ich Weihnachten auch bei ihnen verbringe. So sitze ich bei veganem Weihnachtsbraten und meinem obligatorischem Wasser (be water my friend) und schreibe meinen Jahresrückblick.

Was ist alles geschehen?
Ich bin 30 geworden, habe mein 3. Buch publiziert - mein 4. nur fast - ich war fast verlobt, manchmal verliebt und oft verknallt gewesen. Vor allem aber habe ich neue Freund*innen gefunden.


Die Beziehung zu meiner Mutter ist noch tiefer und inniger geworden. Wir sind jetzt beide in dem Alter, in dem Mütter und Töchter bestenfalls zu Gefährtinnen werden, und ich glaube, das haben wir geschafft. Ebenfalls habe ich die Bindung zu meiner Oma vertieft. Sie ist natürlich traurig, dass ich mich nicht verlobt habe, das aber vor allem, weil sie einfach zur Abwechslung gerne mal eine Enkelin vor dem Altar gesehen hätte. »Meine Enkelsöhne sind mit Frauen verheiratet, meine Enkeltöchter mit ihrer Arbeit.«


Zusammen mit meiner besten Freundin habe ich wieder sehr viel gelernt. Sie war mir Stütze, ich war ihr Dolmetscherin, und umgekehrt.
Eine Freundin habe ich in 2017 verloren, die in 2016 noch gleich nach der Besten kam. Doch das verbuche ich mittlerweile als Segen, bedenke ich, wie viel Energie mich diese Freundschaft gekostet hatte.
Dafür habe ich drei neue Freundinnen, die in 2018 und in den Folgejahren hoffentlich an meiner Seite bleiben werden. Ich möchte ihnen eine gute Kumpanin zu sein.


Die größte Niederlage war dieses Jahr ganz klar für mich, dass meine 4. Publikation nicht geklappt hatte. Allerdings hatte sie es nicht, weil ich mich für mich und für die Geschichte entschieden hatte, und gegen den Verlag und gegen das Marktdiktat. Aus diesem monatewährenden Konflikt habe ich einiges an Selbstschutz und Erfahrung mitgenommen und muss unbedingt wieder lerne, nur noch für mich schreiben. Wie es mit den Publizieren weitergeht, möchte ich dann nächstes Jahr irgendwann entscheiden.


Ja, es gab viel Romantisches in den letzten zwölf Monaten. Wenngleich ich die maskulinen Leiber an sich immer begehren werde, sind mir Männer an sich weit nun noch weniger wichtig geworden. Ich gehe entspannter an Bekanntschaften ran und habe in erster Linie den Schutz meiner Seele im Hinterkopf als den Reiz des Abenteuers. Das wird mich in Zukunft sicher vor einigen unnötigen Enttäuschungen bewahren.


Im Großen und Ganzen bin ich wohl stärker und besser aus diesem Jahr hervorgegangen - was anderes bleibt Frau auch nicht übrig, wenn sich der Rest der Welt (politisch) verschlechtert.


Auf ein Gutes Neues, liebe Mitstreiter*innen!

 

25.12.2017


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