Mein eigener Kopf

Der Zug um den Mund ... die Augen ... unverkennbar! ^^ Claudi Feldhaus | Autorin um 1997
Der Zug um den Mund ... die Augen ... unverkennbar! ^^ Claudi Feldhaus | Autorin um 1997

Papa fand dieses Foto von mir beim Aufräumen und fragte mich, wann das gewesen sein mochte. Er tippte auf 1999, wo ich schon 12 war.
Anhand der Frisur erkannte ich aber, dass ich da gerade in die vierte Klasse gegangen sein musste. Denn ich trug diesen Bob mit der einzelnen langen Strähne, als ich noch auf die Clara-Zetkin(!)-Grundschule ging - Sie können sich vorstellen, was so eine Frisur um 1997 auf dem Land für ein Ding war!
Ich hatte mir gar nichts dabei gedacht, als ich der Friseurin eine Locke wegnahm und rief: »Die nicht!«
Mama stand dahinter und meinte erst: »Kind, das geht doch nicht!«
Die Friseurin aber kam mir zu Hilfe und sagte in etwa: »Ach lassen Sie ihr Ihren Kopf - in die Strähne können Sie Perlen reinflechten!«
Das überzeugte meine Mutter offenbar.
Perlen trug ich darin mal so 5 Minuten, die restliche Zeit wurde ich gefühlt für diese innovative Frisur bewundert und relativ gleichzeitg schief angeguckt. Doch bald gewöhnten sich alle daran. Außer mir. Ein paar Wochen später nervte sie mich dann sehr, also kürzte ich die Strähne selbst mit einer Nagelschere auf eine Länge mit dem Rest.

Papa gab sich erstaunt, als ich ihm erklärte, aus welchen Gründen ich auf diesem Bild höchstens 10 bin. Zitat: »Du guckst da schon seeeehr wissend!«
Mir wurde offenkundig ja auch früh mein Kopf gelassen!



PS. Und ja, damals habe ich bereits geschrieben und gezeichnet. Ich glaube, das war die Zeit, als ich an meinem "ersten" Roman arbeitete. Es ging um Delfine, einsame Inseln, Schätze, Piraten und ein kluges Mädchen, das mit den Tieren sprechen kann. Habe diese Arbeit nie beendet und weiß heute auch nicht, wo sie abgeblieben ist ... -.-


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