Pamis Geschichte

Pamis Eltern Lucrecia und Rhys Crusq kamen Mitte der 80er als frischverheiratetes Paar, beide gerademal 19, als angeworbene Vertragsarbeiter aus Mosambik einem der sog. „Sozialistischen Bruderstaaten“ in die DDR. Ihr erstes Kind Pamela »Pami« wurde ein Jahr später geboren, ihr folgten zwei Söhne und kurz nach der Wende eine Tochter. Zuhause wurde Portugiesisch gesprochen, doch die offenherzige Pami freundete sich schnell mit den anderen Kindern in der Krippe und im Kindergarten an und lernte so rasch Deutsch. Mit sechs Jahren brachte sie die blasse Aileen ins Haus Crusq, die als beste Freundin für immer bleiben sollte. Aili, wie sie genannt wurde, wich ihr nur selten von der Seite, bewunderte und beschützte Pami unermüdlich.

Pamis fröhliche Art, ihre große Klappe und ihre außergewöhnliche Schönheit machten den Alltag in der nach der Wende immer rassistischer werdenden Gegend von Marzahn-Springpfuhl etwas leichter. Sie hatte viele Freunde, die auf sie aufpassten. Man wusste, wenn jemand Pami dumm kam, hatte man automatisch das kampfbereite Mauerblümchen Aileen, Pamis Brüder und außerdem ein Arsenal an anderen Bewunderern zum Feind. Ein Risiko, das nur die echten Krawallbrüder eingingen. Außerdem lernte sie als kleines Mädchen schon, zurückzuschlagen. (Eine Maßnahme, die sie auch ihrer eigenen Tochter früh beibrachte.)
Schon immer hatte Pami einen Faible für Jungs und Männer des nordischen Typs. Mit 18 wurde sie schwanger; wer der Vater ist, blieb ein Geheimnis - Einzig Aileen vertraute sie sich an, die ihr wie immer unerschütterliche Unterstützung zusicherte.
Die kleine Paulina »Lina« Crusq wuchs unter dem Schutz der beiden Freundinnen, allen Freunden und der große Familie Pamis auf. Ihr fehlt es nicht an Liebe. Dennoch ist sie natürlich neugierig, wer der schöne Prinz war, der ihrer Mutter damals den Kopf verdreht hatte ...

Lina aus Vegane Waffeln
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