Schriftstellerchens Abenteuer

 Als ich letztens zufällig an Frau Merkels Telefonnummer kam, und sie anrief, um mit ihr Stabreim zu schreiben, sprangen vermummte Mannen durch das geschlossene Fenster, fingen mich ein und schleppten mich in den Hubschrauber, der vor dem Fenster segelte.

 

Wenige Stunden später fand ich mich im Kerker des Bundeskanzleramtes wieder, neben mir Blogger, Street Art-Künstler und S-Bahn-Musikanten. Letztere sorgten unentwegt für Beschallung.

 

Die Rettungsaktion durch meine besten Freunde scheiterte kläglich, da sie sich vom Glitzer der Überwachungskameras ablenken ließ und er vom Wachmann direkt vor meiner Zelle. So saßen sie neben mir und sie beteuerte, dass sie es doch wirklich fast geschafft hätten und er hockte an den Gitterstäben und schnalzte dem Wachmann zu.

 

Ich sah mich schon auf ewig eingesperrt, ohne Schokolade, Bücher und W-Lan, als wir einen lauten Knall vernahmen. Im nächsten Moment stand der Zellentrakt in dichtem Nebel, jemand streckte den Wachmann mit einem Schlag nieder und sprengte dann unsere Tür.

 

Ein Ninja in schweren Tretern schwang herein, warf mich über die eine Schulter, meinen Freund über die andere und steckte meine Freundin unter den Arm und rannte mit uns hinaus. Kurz darauf fanden wir uns in einem Motorboot auf der Spree wieder und brausten in die dunkle Nacht. Der Ninja nahm die Maske ab und enthüllte das Gesicht meiner Lektorin. Böse funkelte sie mich an und sagte: „Frau Feldhaus, für so einen Unsinn ist keine Zeit - Sie haben eine Abgabefrist!“


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